Release-Rezension (LP, CD, EP, MC)

ALLES RUND UM TEKKNO HIER REIN !

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Release-Rezension (LP, CD, EP, MC)

Beitragvon rabimmel » 9. Mai 2011, 20:39

Robag Wruhme – Thora Vukk (PAMPACD002) - 2011
7 Jahre nach Wuzzelbud KK schickt sich die derbe Mettrolle aus Jena endlich mal wieder an, uns an der Hand ins Unterholz und schnurstrakks in seine herrlich vertrackte Welt zu nehmen und diesen Spazierflug wird man nicht bereuen. Wie man diversen Statements des Ausnahme-Dj’s und –Produzenten entnehmen konnte, war die Intention dabei auch mal eine Wohnzimmer- bzw. Küchenplatte zu machen, zum dahinschwelgenden Lauschen im Frühjahrsduft mit Blick auf gelblich verharzte Autodächer. Der Meister der Pfefferminzakkorde nebst deepstem Gepatsche zeigt hier seine in zahlreichen Veröffentlichungen bereits angeklungene Nähe zu dramatisch-tragischen sowie herzzerwalmenden, träumerischen Welten – echte Feelings eben. Seine derart gesichtszwinkernden Tracknamen gegen ihr Übriges.
Dazu der Maestro himself: „Humor - was ist das?“
(8/10)

Dominik Eulberg – Diorama (TRAUMCD24) - 2011
Nach erstem Reinhören beschlich mich Skepsis, obwohl dies über die Sony-Anlage von 1994 erfolgte, die bis heute (für ihre Leistung) so wundervoll drückt. Heute weiß ich: Zugfahrmusik bei Sonnenschein hausen. Aber auch so - ein durchdachtes, abwechslungsreiches und nie langweiliges Stück Musik. Und: er hat sich weiterentwickelt der Dominik, während man früher immer auf die knarzig-verklickten Passagen mit zugegebenermaßen teils wundervollen Melodien warten konnte, die Tracks aber dadurch irgendwann im Reiz nachließen (zum Glück musste man sie nur mal paar Monate nicht hören, dann liefs wieder), zeigt er sich nun wundelbar wandelbar. Momentan gelingt es mir noch nicht das näher zu präzisieren, aber das ist doch das tolle an einer neuen Platte – sie erschließt sich frühestens…nie…komplett – sie macht immer wieder Spaß.
(8/10)

Marco Carola – Play It Loud! (M_NUS106) - 2011
Typisches Album, welches mitverantwortlich für den Hass auf Minimal ist. Nichts was ich jemals auf Platte rausbringen würde. Lediglich ein einziger Track (von ca. 20) hebt sich da zwischendrin mal raus und der ist nicht mal was hyperbesonderes, sondern eben nur mal mit Höhepunkt, beim Rest findet man weder Höhe noch Punkt. Laut eigener Aussage hat Marco jeden einzelnen Track beim Auflegen getestet – sozusagen als Gradmesser der Geilheit. Na da will ich nicht wissen, wo und wie und wer darauf so mega abgegangen sein soll. Obwohl man in the heat of the rising sun natürlich so einiges durcheinanderbringen kann, was Eindrücke angeht^^
(2/10)
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Release-Rezension (LP, CD, EP, MC)

Beitragvon aule » 9. Mai 2011, 20:42

absolut verlässliche "muss ivh ma reinhören" tipps

oder eben nich... :lach:

:top:
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Beitragvon rabimmel » 12. Mai 2011, 18:26

Um die Enden der Bewertungsskala mal auszuloten:

Aphex Twin – Richard D. James (WARP CD43) - 1996
Ich weiß es noch wie gestern, auf dem Preisaufkleber der CD stand „Spacehall Berlin - 32,99 DM“. Ich konnte nicht im Geringsten erahnen, was mich bei diesem Tonträger erwarten würde - war es schließlich einmal mehr das MTV-Video zu ‚Come to Daddy‘, welches mich sofort in den Twin’schen Kosmos riss. Als ich die CD dann einlegte und nur ca. 32min Gesamtspielzeit angezeigt wurde, dacht ich mir nur, Beschiss. Nie sollte ich je wieder einem größeren Irrtum unterliegen (was das Verhältnis zwischen Spiellänge und Erlebnisfaktor eines Albums betrifft). Jede einzelne Sekunde dieses Stückes Musikkunst löst so dermaßen viele unterschiedliche Gefühle aus, zwischen Todesschluchz, Himmeljauchz, Chaoskrach, Sehnsuchtsknall sowie unnennbar zahlreichen Weiteren. Bezeichnend dafür kann man die 10 Tracks in so gut wie allen Stimmungslagen hören und erfährt immer wieder andere Gedanken und/oder Wege aus dem Nichts bzw. hinein. Sinnbild dafür der Girl/Boy Song!!! Einziger Nachteil: im Auto gehört, verführt die Platte zum Schnellfahren. Noch nie hatte ein Blindkauf mehr Einfluss auf mich, das steht fest.
(10/10)

Housemeister – Enlarge your dose (bnr11) – 2006

Den Kauf dieser CD kann ich heute lediglich auf zuviel Geld zu diesem Zeitpunkt zurückführen. Dass mir nicht mal beim flüchtigen Vor-Ort-Durchhören aufgefallen ist, was das für’n outstanding bullshit ist, kreid ich mir nachhaltig als immensen Lapsus an. So dermaßen auf Bullennarkosemitteln kann man doch gar nicht sein, um so nen langweiligen, monotonen und zu keiner Zeit in irgendeiner Form herausstechenden Nonsens auch nur ernsthaft dem gewählten Hörer als musikalischen Erguss unterzujubeln – Housemeister kann. So lasche Beats neben so hohlen und sinnlosen Bassläufen hab ich meinen Lebtag nie wieder erleiden müssen. Zwar hatte ich das Teil bestimmt 4 Jahre nicht mehr gehört und dachte mir dann: da ich damals wahrscheinlich noch nich so minimal unterwegs war, könnte es mir heute vielleicht zusagen – Pusteblume. Welch Narr so etwas tatsächlich als möglich zu erachten. Lange Rede, besser wird’s nicht – noch nie war ein Blindkauf so dämlich und demoralisierend, das steht fest.
(0/10)
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Beitragvon Patrick Arbez » 13. Mai 2011, 14:34

kuhler thread!
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Beitragvon aule » 4. Jun 2011, 12:12

Paul Kalkbrennör Icke&ER (das neue)

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am anfang des dritten liedes fragt man sich,ejj welches lied issn ditte? aah krass das dritte schon. also schon irgendwie setartig, wenn man nich janz genau hinhört. prima in watte gepackter sonntagsvormittagsonnenscheinrave für die feierfront. selbst wenn man die leider noch niemals zuvor gehört hätte, müsste man an dieser stelle spätestens mit dem 50:50 joker paul c. fahrenkrog als einer der zwei letzten übrig gebliebenen antworten ausschließen können und sein ganzes geld auf das glatzköpfige unkenkartoffel aus spraytown setzen. unterstellungen - mutmaßungen und gerüchte nehmen ihren lauf. kommen jetzt die nich of die vorgängerpressung passenden oder vom tellerrand gestossen beat schnipsel neu arrangiert und zu ende gebracht? NÖ. das vierte lied schnakeln mit langem aaaaaaa, schlägt denn erstma so n bissl aus der reihe und die anmerkung "geschmeidig- aber ssss soll ja n album sein" verpufft im oberflächlich andersartigen. während man dann doch respektvoll auf die nicht eintretende überraschung wartet, kommt man bei der frage, warum sich nur 10 songs auf nem album befinden, eindeutig zu dem schluss, dass wohl zur erdenkung der songtitel ein bemerkenswert großer teil der großhirnrinde lahmte und somit aus gesundheitlichen gründen von der veröffentlichung neuer stücke abgesehen werden musste.

Fazit:
ich würd es mir nicht kaufen, schon gar nicht auf vinyl.
trotzdem kriegt es eine ganz fette 8/10.
Paul drauf, Paul drinn, passt. Fans kommen auf ihre Kosten garantiert :top:
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Beitragvon rabimmel » 5. Jun 2011, 10:30

vorhins ausm Briefi gefischt, bin erst bei Track 2...bis hierhin stimmts^^
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Beitragvon rabimmel » 6. Jun 2011, 21:33

aule hat geschrieben:am anfang des dritten liedes fragt man sich,ejj welches lied issn ditte? aah krass das dritte schon. also schon irgendwie setartig, wenn man nich janz genau hinhört. prima in watte gepackter sonntagsvormittagsonnenscheinrave für die feierfront. selbst wenn man die leider noch niemals zuvor gehört hätte, müsste man an dieser stelle spätestens mit dem 50:50 joker paul c. fahrenkrog als einer der zwei letzten übrig gebliebenen antworten ausschließen können und sein ganzes geld auf das glatzköpfige unkenkartoffel aus spraytown setzen. unterstellungen - mutmaßungen und gerüchte nehmen ihren lauf. kommen jetzt die nich of die vorgängerpressung passenden oder vom tellerrand gestossen beat schnipsel neu arrangiert und zu ende gebracht? NÖ. das vierte lied schnakeln mit langem aaaaaaa, schlägt denn erstma so n bissl aus der reihe und die anmerkung "geschmeidig- aber ssss soll ja n album sein" verpufft im oberflächlich andersartigen. während man dann doch respektvoll auf die nicht eintretende überraschung wartet, kommt man bei der frage, warum sich nur 10 songs auf nem album befinden, eindeutig zu dem schluss, dass wohl zur erdenkung der songtitel ein bemerkenswert großer teil der großhirnrinde lahmte und somit aus gesundheitlichen gründen von der veröffentlichung neuer stücke abgesehen werden musste.

:rofl2: Hammer Text!!!

Mehrmaliges Hören konnte mir den ersten Eindruck natürlich nicht trüben. Die Berlin-Calling D-Seiten, nich ma neuverpackt, dafür nicht mehr allzu "chartlastig"!? Wäre das ohne Berlin Calling Paul's nächstes Album geworden? Egal, sinnloser Gedanke. Aber letztendlich für mich dann doch mit dem Prädikat: "Naja, 80% kaufens eh blind, weil is eben Paule, kann ja nur "...gut..." sein." Vielleicht sollte man da aber auch zwischen Alt- und Erfolgsfans unterscheiden. Über Zweitere kann ich nichts sagen...das sind sicher eh Leute die auch zum Roland Kaiser Double aufm Pieschener Hafenfest gehen und >40€ für ein "Konzert" von Paul zahlen. Lirumlarum, ich kann nur sagen, teilweise erinnert(e) die Platte mich an 2004er-Zeiten...Love-Parade-Set @ Café Schönbrunn, Maximalive und was alles so aus der Zeit stammt. Dann auch wieder komplette Stuhlteile dabei: 'Des Stabes Reuse' for instance. Aber Paule ist und bleibt 'n Unikat, wie auch immer er das in den Köpfen der jeweiligen Menschen erreicht hat. Ich weiß nur, dass ich einem DJ bzw. Liveact, der mir schon so viele unvergessliche Momente beschert hat, jetzt nicht auf einmal 2-4 hohle Stücke auf seinem neuen Album übel nehmen kann und werde. Er hat nun mal einen Hype erlebt, den auch er erstmal verarbeiten muss, mit seinen 5-stelligen Gagen und Gigs vor mehreren tausend Leuten. Jeder dritte Ickarus würde da in der Klapse landen! ;]

8/10
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Beitragvon aule » 2. Apr 2013, 12:44

DJ Koze Amygdala
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Skepsis!
Bei solchen Musikgenies, wie man es sich so übern Herrn Koze zumunkelt, muss man sich ja stets
mit gebotener Vorsicht an die Alben ranpirschen. Das war zumindest meine Einstellung bevor ich play gedrückt hatte.
Was mir dann als suffisante Klangwolke nach dem Genuss einer im Rauch aufgelösten psychoaktiven Substanz
entgegenwaberte, war an Frechheit kaum zu überbieten. doch eins vorneweg: von Gesinge darf man sich nicht abschrecken lassen. Aber!
Ich bin ja och so n bissl wie popfan und hab neulich bei beim Helene Fischer stream "akrobatik zum mitmachen zuhause 3/4" auf fidschifilms.cz akriebisch mitakrobiert.
zwar mehr akkro als bier, denn ohne rock zu tragen, ist es irgendwie nicht das selbe.
But Back to ernst, das Gesinge ist nie sackgängig-und wenn man mal ganz kurz denkt määää, musss man drei sekunden später schon wieder schmunzeln.
weil es entweder nu doch grad ganz geil reinpasst oder olle koze een mit seinem blöden humor of de schippe genommen tat
und du (droff) reingefallen bist oder
weil es einfach nur scheen ist.
Hier mal ein Bsp aus der Praxis: When i*m climbing lemon trees of feeling.
dabei gehts in dem lied eigentlich gor nicht um ttziietroohne.
später heißt es dann: You my only girl #kurzer break# magical boi <B-]#
Apropos worum gehtsen überhaupt? Also ich denke, dass das wirklich jeder selber rausfinden sollte.
leute, die nach 5 sekunden ihre youtube playlist "next" um den nächsten geilen song zu zeigen, werden sicherlich ihre zugangsschwierigkeiten haben. es ist halt wie im richtigen leben:
bei koze weeßte nie so genau, was am ende kommt. trompete. tamburin. maultrommel. beat. katzen schreie. vogelbrut.stampfkartoffeln. rechtsfahrgebot aufgeweicht
schwammig.uih was is n das für n regler. fasching und ---- beat.
das krasse an diesem auf den ersten blick wirr und abstrakt zusammengeklöppelten klangteppich-alles wie aus enem guß. und das geht schon beim artwork des covers los.
irgendwie ergibt das alles einen sinn, bloß welchen?
Also ich bin an der sache dran, wenns neuigkeiten diesbezüglich geben sollte, melde ich mich unverzüglich bei Ihnen.
Am Ende bin ich selbst dermaßen überzeugt von dem produkt, dass ich es sogar guten gewissens meiner mutter zu weihnachten schenken würde.
Klasse!
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Beitragvon donnsen » 2. Apr 2013, 19:59

klingt als würde amygdala das hirn vom putamen bis zum hypothalamus gut durchkneten.

:arrow: gut verbalisierte rezession, da scheiss ich doch glatt auf die groove :speaker:
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Beitragvon rabimmel » 3. Apr 2013, 07:56

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Uns Koze nimmt uns nach gefühlten vierundvierzig Sommern eeendlich mal wieder mit auf eine Reise an den Rand des Mittelpunkts seines Brains. Und da fühlt man sich gleich wohl, die sanften Mitpfeifnummern zu Beginn, hier und da ein harter Househund (M. Whirlwind fegt alles um) und zum Ende Hildegard Knef. Da will man sich unweigerlich mit ner Pulle Wein offn Deich am Meer krachen und sich einfach wegbeamen lassen oder Anfang September mitn Heißluftballon überm Tharandter Wald schweben. Diese „intensive Leichtigkeit“ bleibt für mich unerreicht. Kein Wunder, „dass die Amygdala bei der Wahrnehmung jeglicher Form von Erregung, also affekt- oder lustbetonter Empfindungen, unabdingbar ist, und vielleicht am Sexualtrieb beteiligt ist.“

Koze :arrow: Gott!
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